Urtica dioica

Magerer Boden steht für große Artenvielfalt, die Brennnessel ist ein typischer Stickstoffzeiger. Also das Gegenteil von mager. Sie wird jedoch von 36 verschiedenen Schmetterlingen als Nahrungspflanze genutzt. Und mögen dies auch (noch) ungefährdete Allerweltsarten sein und nicht auf der Roten Liste stehen. In einer Zeit in der die Artenvielfalt schneller schwindet als wir schauen, sollte jeder Gartenbesitzer auch sie zulassen.

Hier wächst sie an zwei Stellen und das darf sie auch. Einmal im eher feuchten Halbschatten neben einem umgefallenen Apfelbaum der nun als Totholz den Garten bereichert, und an einer zweiten eher trockenen sonnigen Stelle neben einer alten Scheune. Irgendetwas gibt es an Brennnesseln immer zu beobachten. Seien es die Larven und das anschließende Verpuppen und spätere Schlüpfen von Marienkäfern oder selbiges von Tagpfauenaugen, Landkärtchen, Ampferrindeneule etc..

Gesund ist sie zudem auch noch und es gibt vielfältige Möglichkeiten für ihre Verwendung in der Küche. Geröstete Brennnesselsamen sind z.B. ein Delikatesse. Viele Gartenbesitzer schwören zudem auf Brennnesseljauche für ihre Pflanzen.

Einige Schmetterlingsarten die die Brennnessel als Raupen-Futterpflanze nutzen (manche sogar ausschließlich): Admiral, Kleiner Fuchs, Ampfer-Rindeneule, Distelfalter, Tagpfauenauge, Landkärtchen, Gammaeule, Schönbär, Russischer Bär, Triangel-Bodeneule, Achateule, Zimtbär, Morpheus-Staubeule, Jota-Silbereule, Messingeule, etc.

Brennnesseln zwischen umgefallenen Apfelbaum-Totholz und Puppe eines Marienkäfers. Weitere Fotos folgen.