Grauspecht (Picus canus)

Wir wissen zwar nicht wo der Grauspecht nistet, aber er weiß unsere unfassbar großen Ameisenpopulationen zu schätzen und futtert sich regelmäßig bei uns durch. Da er sehr scheu ist konnte ich ihn bisher nur einmal, und das auch nur aus großer Entfernung, fotografieren.  Der Grauspecht ist bei weitem nicht so häufig, wie der Grünspecht und steht in Bayern als „Gefährdet“ und Deutschlandweit als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste. Insofern freuen wir uns über ihn ganz besonders. Er ist etwas kleiner als der Grünspecht und leicht mit ihm zu verwechseln. Am einfachsten unterscheidet man die Beiden an den Augen, die beim Grünspecht großzügig schwarz bis in die Wangen gehend umrandet sind, während der Grauspecht nur einen nach vorne gehenden schmalen Streifen hat.

Größe: +/- 29cm

Brutzeit: April bis Juli; 5-7 Eier; 1 Brut im Jahr

Brutdauer: ca. 17 Tage; Nestlingsdauer: ca. 25 Tage

Nest: Bruthöhle in kernfaulen Baumstämmen oder Astabschnittstellen

Lebensraum: Lichte Auwälder, Laub- und Mischwälder, Parkanlagen, Obstgärten

Nahrung: vorwiegend Ameisen, im Winter auch Samen. Im Gegensatz zu unseren Buntspechten konnten wir ihn noch nicht an den Futterstellen entdecken.