Kurzschwänziger Bläuling (Cupido argiades) Pallas 1771

Der kurzschwänzige Bläuling ist die kleinste heimische Bläulings-Art in Deutschland und kam bis vor 20 Jahren fast nur am Oberrhein vor. Durch den Klimawandel verbreitet er sich nun in ganz Deutschland. Er ist also einer der wenigen Falter, die sich in den letzten Jahren weiter ausgebreitet haben.

2019 tauchte er zum ersten Mal im Garten auf. Namensgebend ist das kurze Schwänzchen an den Hinterflügeln, das man auf obigen Foto und dem unteren linken gut sehen kann. Die Flügeloberseite der Männchen sind bei der ersten Generation blauviolett und bei der zweiten Generation etwas dunkler und ohne den violetten Farbton. Die Flügeloberseiten der Weibchen sind braun mit leichten violetten Schimmer und (meist) ein oder zwei orangenen Flecken an den Hinterflügeln beim Schwänzchen. Die Unterseite der Flügel ist bei beiden Geschlechter gleich. Innen am Ansatz hellblau, nach Außen ins graue übergehend, mit mehreren schwarzen, weiß umrandeten Flecken und je einem schwarzen Strich der an den Vorderflügeln manchmal deutlicher ist. Neben dem kurzen Schwänzchen ist der Schmetterling auch gut an den beiden kräftig orangefarbenen Flecken (oft auch ein schwach gefärbter dritter) an der Unterseite der Hinterflügel erkennbar.

Familie: Lycanidae

Winter: Überwinterung als Raupe

Flugzeit: Mitte April bis Anfang September , normalerweise in 2 Generationen

Nahrungspflanzen der Raupe: Hornklee, Rotklee und Luzerne, aber auch Wicke und andere Kleearten

Nektarquellen des Schmetterlings: man sagt ihm eine Vorliebe für gelb blühende Schmetterlingsblütler nach, aber man findet ihn auch sehr oft auf Rotklee und Weissklee sowie Luzerne.

Lebensraum: sehr anpassungsfähig , offenes Grasland, auf Feucht- und Fettwiesen, aber auch auf Trockenrasen

Vorkommen/Gefährdung: Deutschlandweit auf Vorwarnliste / Bayern: sehr selten / ungefährdet

Im Garten: 2019 / 20 / 21 ES: 21.07. / 22 ES: 28.07.