Großer Kohlweißling (Pieris brassicae) Linnaeus 1758

Der große und Kleine Kohlweißling sind manchmal gut, wenn sie die Flügel nicht aufklappen, oft aber auch schwer zu unterscheiden. Die dunkle Randzeichnung auf der Oberseite der Vorderflügel zieht sich beim Großen Kohlweißling bis hin zur Flügelmitte. Beim Kleinen Kohlweißling ist diese Randzeichnung oder auch kleiner.

Überall häufig, jedoch gerade bei Gärtnern leider oft unerwünscht, da die Eier gerne an Kohlsorten im Gemüsegarten gelegt werden, wodurch die Ernte durchaus dezimiert werden kann. Selbst so häufige Sorten wie der Große und Kleine Kohlweißling sind in ihren Beständen rückläufig. Sicherlich nicht zuletzt durch den Einsatz von Pestiziden, sowohl im gewerblichen, wie im privaten Bereich. Man kann versuchen, sie durch pflanzen der Kapuzinerkresse vom Kohl abzulenken. Klappt das nicht, sollte man sich nicht verrückt machen, es bleibt in der Regel genug vom Kohl übrig, da sie meist nur die äußeren Blätter anfressen. Oder man setzt einfach zwei Köpfe mehr.

Leider wird im Alltag und mit Vorliebe für Buntes von vielen Menschen oft gar nicht registriert wie hübsch und edel diese Falter wirken können bzw. sind.

Familie: Weißlinge Pieridae

Flugzeit: April/Mai bis September/Oktober (3 bis 4 Generationen)

Winter: überwintert als Puppe

Nahrungspflanze der Raupe: Kohlsorten, Kapuzinerkresse, Raps

Nektarquellen des Schmetterlings: breit gefächert, vorzugsweise an violetten Blüten

Lebensraum: vor allen in Gärten und an Gemüsefeldern, aber auch an Ruderalflächen

Vorkommen / Gefährdung: häufig / nicht gefährdet

Im Garten: 2016 / 17 / 18 / 19 / 20 / 21 ES: 08.05. / 22 ES: 12.05.

Großer Kohlweißling: Rechts Weibchen, links Männchen

2022: ø 6 bis 10 Falter