Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) Esper 1780

Ein extrem wärmeliebende Falter der in sehr warmen Jahren mehrere Generationen ausbilden kann, normalerweise aber zwei. Er gilt als nicht gefährdet, jedoch schwanken seine Bestände jährlich stark. In privaten Gärten wird ihm sicherlich oft die Tatsache zum Verhängnis, dass er seine Eier ausschließlich an Malvengewächsen ablegt, von deren Blättern sich die Raupen ernähren.

Die Mehrheit der Gärtner neigt leider immer noch dazu Raupen in ihren Blumenbeeten nicht zu dulden. In der Regel wird in diesen Momenten (einfach aus Unwissenheit) nicht der zukünftige Schmetterlinge gesehen, sondern nur der „Schädling“. Beim Malven-Dickkopffalter kommt noch hinzu, dass er durch seine relativ unauffälligen Brauntönungen dem menschlichen Auge nicht sofort als hübsch und dementsprechend schützenwert auffällt. Die wenigsten sich also über eine Bedürfnisse informieren. Beim Schwalbenschwanz lässt sich Gegenteiliges beobachten.

Familie: Dickkopffalter, Hesperiidae

Winter: überwintert als Raupe

Flugzeit: Mitte Mai bis September in meist zwei Generationen

Nahrungspflanze der Raupe: quasi ausschließlich Malvengewächsen (Malvaceae)

Nektarquelle des Schmetterlings: Ferkelkraut, Malven, Flockenblumen, Dost, Natternkopf, Storchschnabel, Eisenkraut, Wiesen-Pippau, Löwenzahn etc.

Lebensraum: offene Landschaften, Weinberge, Kiesgruben oder Trockenrasen

Vorkommen / Gefährdung: in Bayern sehr selten / insgesamt ungefährdet; in manchen Gegenden sogar häufiger in den letzten Jahren

Im Garten: 2018 / 19 / 20 / 21 ES: 30.05. / 22 ES: 18.05.

Erste nennenswerte Anzahl beobachtet:

16. Juli 2022: 5 Stk.