Gewöhnlicher Spindelstrauch (Euonymus europaeus)

Wäre der vom Aussterben bedrohte Pfaffenhütchen-Wellenrandspanner hübscher, würde in der Öffentlichkeit vielleicht mehr für die Pflanzung dieses heimischen Gehölzes geworben. Früher „Gewöhnlicher Spindelstrauch“ genannt ist das Wildgehölz in der Zwischenzeit meist nur unter dem Namen „Pfaffenhütchen“ bekannt. Vor allem wegen seiner schönen Herbstfärbung und der hübschen Früchte ins Auge fallend, wird er wegen letzterer nicht allzu häufig in Gärten gepflanzt.
Zwar ist der gesamte Strauch giftig, jedoch verlocken insbesondere die Früchte Kinder zum Geschmackstest. Gerade in den beinhaltenden Samen befinden sich jedoch die meisten Giftstoffe, so dass viele Eltern Sorge um ihre Kinder haben. Ein Schutz dieser durch eine abgrenzende Barriere während der Frucht- und Samenreife, plus konsequenter Aufklärung in jungen Jahren, ist jedoch gar nicht so aufwändig.

Das Gemeine Pfaffenhütchen ist ein wichtiges Nährgehölz für Vögel die seine Früchte bzw. Samen sehr gerne fressen, allen voran das Rotkehlchen.

Des Weiteren dient es mit seinem Nektar zahlreichen Insekten, darunter auch dem Waldbrettspiel. Und als Raupenfutterpflanze so manchen weiteren Schmetterling wie z.B. den bereits oben genannten und vom Aussterben bedrohten Pfaffenhütchen-Wellenrandspanner (RL 1) oder dem Stachelbeer-Harlekin das auf der Vorwarnliste steht.

Das Pfaffenhütchen wächst in eher gemütlicher Geschwindigkeit ca. 20cm im Jahr und wird im Durchschnitt 3-4m hoch.